Was tun bei Belastungshypertonie?

Frage

Gerd T. aus Pfaffenhofen fragt: Ich bin 48 Jahre alt und wiege bei einer Körpergröße von 180 Zentimetern knapp 75 Kilo. Vor einem Jahr wurde bei mir eine Belastungshypertonie festgestellt, das heißt, nur unter Belastung ist mein Blutdruck zu hoch. Ich laufe zwei- bis dreimal wöchentlich bei gemäßigtem Tempo rund 40 Minuten, dabei kommt es zu Pulsfrequenzen von 170 Schlägen pro Minute und mehr. Die Ärzte können sich die Belastungshypertonie nicht erklären. Können Sie mir da weiterhelfen?

Antwort

Professor Dr. Horst Brass antwortet: Ein gewisser Anstieg des Blutdrucks unter Belastung ist normal. Bei einem Belastungs-EKG (Messung der Herzaktivität unter Belastung) lassen sich Veränderungen von Puls und Herzaktivität messen als Ausdruck des Belastungsgrads. Daneben spielen subjektive Empfi ndungen eine Rolle wie Herzenge und Luftnot. Es dürfte anzunehmen sein, dass Ihr jetziger Sport für Ihre Allgemeinbehandlung ausreicht.

Es könnte zum Beispiel eine 24-Stunden-Blutdruckmessung an einem der Tage durchgeführt werden, an dem Sie Sport treiben. Das Ergebnis gibt Ihrem behandelnden Arzt Auskunft über Blutdruck und Puls sowie über die Wirkung der Medikamente. Wenn Ihr Puls beim Sport immer wieder über 170 Schlägen pro Minute liegt, erscheint mir das zu hoch. Sie sollten deshalb zu einem Facharzt gehen und das kontrollieren lassen. Auch eine Belastungshypertonie sollte behandelt werden.

Autor

Professor Dr. med. Horst Brass ist Hypertensiologe DHL®. Er war vor seinem Ruhestand viele Jahre Direktor der Medizinischen Klinik A im Klinikum Ludwigshafen. Er beantwortet regelmäßig Anfragen von Betroffenen und Interessierten.

Dieser Beitrag erschien im DRUCKPUNKT – Zeitschrift für Prävention und Behandlung des Bluthochdrucks und seiner Folgen – Ausgabe 03-04/2011. Sie können die Ausgabe hier kostenlos als PDF-Datei herunterladen oder als gedrucktes Heft in unserem Online-Shop erwerben.

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