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Die Deutsche Hochdruckliga verleiht auf ihrem Kongress in Berlin Ehrenpreise 2023 an verdienstvolle Persönlichkeiten

Das Thema Bluthochdruck und seine Folgen ist angesichts von 20–30 Millionen Betroffenen allein in Deutschland hochrelevant. Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® | Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention versteht sich als Schnittstelle von Politikerinnen und Politikern, Organisationen, Medizinerinnen und Medizinern und Öffentlichkeit, fördert Forschungsprojekte, unterstützt Ärztinnen und Ärzte und klärt die Bevölkerung auf. Für besondere Verdienste um die Anliegen der Deutschen Hochdruckliga wurden im Rahmen ihres 47. Wissenschaftlichen Jahreskongresses 2023 Ehrenpreise an Prof. Dr. med. Martin Middeke und Prof. Dr. med. Gerd Bönner verliehen.

In Anerkennung großer Verdienste um die Hypertonieforschung und die Aufklärung der Bevölkerung über die Bedeutung des Bluthochdrucks, dessen Folgeerkrankungen und Therapie wurde in diesem Jahr Prof. Dr. med. Martin Middeke, Professor für Innere Medizin, Fakultätsmitglied der Ludwig-Maximilians-Universität München, mit der Franz-Gross-Medaille geehrt.

Prof. Middeke gilt in der Fachwelt als „Institution“. Der Hypertonieexperte, dessen Leidenschaft für die Bluthochdruckforschung bereits seine Zeit als Assistenzarzt an der Poliklinik München (ab 1975) prägte, widmete sein ganzes Berufsleben diesem Thema. Dies spiegelt sich in seiner beeindruckenden Karriere, zahlreichen Ämtern, Mitgliedschaften in nationalen und internationalen Fachgesellschaften, Forschungsaktivitäten, Preisen und Publikationen wider. 1987 habilitierte er im Fach Innere Medizin und wurde 1993 zum apl. Professor an der Medizinischen Fakultät der LMU München ernannt. Ab 1993 war er in verschiedenen Chefarztpositionen und Funktionen tätig, hatte mehrere Kongresspräsidentschaften inne und ist heute mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung in Praxis und Forschung zum Thema Bluthochdruck Leiter des Blutdruckinstituts München und des Hypertoniezentrums München.

Sein Forschungsinteresse galt und gilt noch immer insbesondere der Blutdruckregulation und -rhythmik. Er leistete Pionierarbeit bei der 24-Stunden-Blutdruckmessung und in jüngster Vergangenheit widmete er sich mit besonderem Engagement der telemedizinischen Versorgung von Bluthochdruckpatientinnen und -patienten, insbesondere auch in der Schwangerschaft. Vom Nutzen digitaler Technologien und Kommunikationsmittel (Stichwort Telemedizin und Blutdruck-App) war er schon früh überzeugt. Seit den 1980er-Jahren ist er in der Deutschen Hochdruckliga aktiv, war 1998 bis 2004 in deren Vorstand tätig und übernahm 2014 die Funktion als Sprecher der Kommission Telemedizin und E-Health der Deutschen Hochdruckliga.

Martin Middeke ist außerdem Autor und Herausgeber zahlreicher Lehrbücher und Patientenratgeber. „Mit Blick auf mehr als die Messwerte, nämlich auf den Menschen mit Bluthochdruck ging es Prof. Middeke immer um die Optimierung der Versorgung von Betroffenen“, so würdigt Prof. Dr. Markus van der Giet als deren Vorstandsvorsitzender die Leistungen des Geehrten.

Die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Hochdruckliga erhält in diesem Jahr Prof. Dr. med. Gerd Bönner, Freiburg. Der emeritierte ärztliche Direktor der Schwarzwaldkliniken in Bad Krozingen, Fakultätsmitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg, ist seit mehr als vier Jahrzehnten klinisch und wissenschaftlich hochaktiv in der Diagnostik und Therapie der arteriellen Hypertonie. Nach Abschluss seines Studiums der Humanmedizin 1972 und den Facharztabschlüssen Innere Medizin und Angiologie mit mehreren Zusatzweiterbildungen habilitierte er und erhielt die apl. Professur mit Schwerpunkt Innere Medizin – Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im weiteren Verlauf seiner mehr als 40-jährigen ärztlichen Tätigkeit ist insbesondere Bönners aktive Fortbildungstätigkeit für verschiedene Fachgesellschaften, darunter die Deutsche Hochdruckliga, hervorzuheben. Er war im Vorstand der Deutschen Hochdruckliga, Präsident der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin und ärztlicher Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR).

„Darüber hinaus ist Gerd Bönner einer der Mitgründer der Akademie der Deutschen Hochdruckliga, die er neun Jahre mit viel Engagement geleitet und geprägt hat und deren Arbeit er als Mitglied der Sektion Akademie weiterhin unterstützt“, lobt Prof. Dr. van der Giet, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. Er hebt hervor, wie wichtig Prof. Bönners Engagement für die Weiterbildung ärztlicher Kolleginnen und Kollegen, aber auch für die Fortbildung von Medizinischen Fachangestellten und Mitarbeitenden in Apotheken zum Thema Bluthochdruck war.

Nachdem Prof. Bönner bereits 2015 die Franz-Gross-Medaille erhalten hat, wird ihm nun für seine Verdienste um die Deutschen Hochdruckliga und seine vielfältigen Aktivitäten zur Stärkung des Bewusstseins für das Thema Hypertonie die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Fotos der Preisträger können in Druckauflösung bei der Pressestelle angefordert werden.

Kontakt/Pressestelle
Dr. Bettina Albers
Jakobstraße 38 
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