Nachtschweiß und Bluthochdruck?

Frage

Josef K. aus Holzminden fragt: Ich bin 71 Jahre alt und nehme seit einigen Jahren Medikamente gegen Bluthochdruck. Heute Morgen hatte ich einen Blutdruck von 182 / 97 mm Hg. Jede Nacht leide ich unter starkem Schwitzen und muss mich ein- bis zweimal im Laufe der Nacht umziehen. Welche Ursache könnte das haben? Könnte das eine Folge einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse sein? Wie lässt sich das feststellen?

Antwort

Professor Dr. Horst Brass antwortet: Der von Ihnen gemessene Blutdruck ist deutlich erhöht. Der anzustrebende Wert liegt unter 140 / 90 mm Hg. Die Schilddrüsenfunktion kann von einem Arzt genau bestimmt werden, beispielsweise anhand des Steuerungshormons der Schilddrüse (TSH) sowie Größe und Struktur der Schilddrüse im Ultraschall. Bei einer Überfunktion der Schilddrüse könnte die Folge eine Pulsbeschleunigung und auch Nachtschweiß sein. Zur Blutdruckeinstellung wäre ein Ruhepuls von 65 bis 70 Schlägen pro Minute erwünscht. Die modernen, bewährten Medikamente können in der Regel den Blutdruck mit abgestimmter Pulszahl erfolgreich einstellen. Darüber sollten Sie mit ihrem behandelnden Arzt sprechen.

Autor

Professor Dr. med. Horst Brass ist Hypertensiologe DHL®. Er war vor seinem Ruhestand viele Jahre Direktor der Medizinischen Klinik A im Klinikum Ludwigshafen. Er beantwortet regelmäßig Anfragen von Betroffenen und Interessierten.

Dieser Beitrag erschien im DRUCKPUNKT – Zeitschrift für Prävention und Behandlung des Bluthochdrucks und seiner Folgen – Ausgabe 01/2012. Sie können die Ausgabe hier kostenlos als PDF-Datei herunterladen oder als gedrucktes Heft in unserem Online-Shop erwerben.

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