Studie zeigt: Vollkornprodukte können Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken09.08.2016 | Betroffene und Laien [+]

Vollkornbrot
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Dass Vollkorn gesund ist, belegen verschiedene Studien. Eine neue Studie zeigt jetzt aber erstmals, welche Mengen man konsumieren muss, damit eine schützende Wirkung eintritt.

Eine Metaanalyse, welche die Fachzeitschrift „British Medical Journal“ veröffentlicht hat, weist den positiven Effekt einer vollkornreichen Ernährungsweise für bestimmte Mengen nach. Bei diesen sinkt das Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden oder an Diabetes oder Krebs zu erkranken. Hierzu werteten Forscher aus Großbritannien 45 Studien mit insgesamt rund 700.000 Studienteilnehmern aus.

Die Analyse zeigt positive Auswirkungen des Verzehrs von Vollkornprodukten auf verschiedene Erkrankungen: Bereits bei einem Konsum von 90 g Vollkornprodukten pro Tag sinkt das Risiko einer koronaren Herzkrankheit um 19 Prozent. Etwa zwei Scheiben Vollkornbrot und eine Schüssel Vollkornmüsli entsprechen dieser Menge. Auch das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen geht um 22 Prozent zurück, für Diabetes sogar um rund die Hälfte. Zudem nimmt das Sterberisiko ab. Bei einem Tod jeglicher Ursache um 17 Prozent, das Risiko für einen Tod durch Schlaganfall sinkt um 14 Prozent. Den Studienergebnissen zufolge bleibt diese fortschreitende Risikominderung bis zu einem Verzehr von 225 g pro Tag erhalten. Die Studie belegt außerdem eine um 15 Prozent geringere Gefahr, an Krebs zu erkranken, für den Vollkornkonsum von 90 g pro Tag.

Die gesundheitsfördernde Wirkung war bei verzehrtem Vollkorn in Form von Vollkornbrot, Vollkornmüsli und zugesetzter Kleie nachweisbar. Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen bisherige Leitlinien zur Ernährung, die eine vollkornreiche Ernährung empfehlen, so die Autoren abschließend.

Quelle:
Aune, Dagfinn et. al.: Whole grain consumption and risk of cardiovascular disease, cancer, and all cause and cause specific mortality: systematic review and dose-response meta-analysis of prospective studies. BMJ 2016.
doi: http://dx.doi.org/10.1136/bmj.i2716 (Published 14 June 2016)

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