Mediterrane Ernährungsweise senkt Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben24.05.2016 | Betroffene und Laien [+]

Mediterranes Essen
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Forscher haben jetzt in einer umfangreichen Studie untersucht, ob Ernährungsmuster eine Auswirkung auf die Entwicklung schwerer Herz-Kreislauf-Komplikationen haben.

Die Autoren der Studie untersuchten rund 15.500 Patienten, die bereits eine dauerhafte stabile koronare Herzerkrankung hatten. Die Studienteilnehmer waren im Durchschnitt 67 Jahre alt und kamen aus 39 Ländern.

Um die Ernährungsgewohnheiten der Patienten zu ermitteln, bekamen diese einen Fragebogen, den sie selbst ausfüllten. So machten sich die Forscher ein Bild davon, welche Lebensmittel die Teilnehmer während einer typischen Woche wie häufig konsumierten. Anschließend werteten die Autoren die Fragebögen der Teilnehmer aus. Für die angegebene Menge der abgefragten Lebensmittel erhielten die Teilnehmer Punkte. Dadurch konnten die Autoren die Teilnehmer einer von zwei Gruppen zuteilen: Der mediterranen Ernährungsweise oder den sogenannten westlichen Ernährungsgewohnheiten. Die Hauptbestandteile einer mediterranen Ernährungsweise sind ganze Körner, Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch und wenig Fleisch. Die westliche Ernährungsweise ist laut den Autoren geprägt von einem hohen Anteil an gemahlenen Körnern, Süßigkeiten und Desserts, zuckerhaltigen Getränken und frittierten Lebensmitteln.

Im Ergebnis zeigt die Studie, dass eine mediterrane Ernährungsweise mit einem geringeren Risiko eines kardiovaskulären Todes, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, oder einem allgemeinen Tod anderer Ursachen verbunden war. Die Studie wurde im April 2016 im European Heart Journal veröffentlicht.


Quelle:
Ralph A. H. Stewart, Lars Wallentin, Jocelyne Benatar, Nicolas Danchin, Emil Hagström, Claes Held, Steen Husted, Eva Lonn, Amanda Stebbins, Karen Chiswell, Ola Vedin, David Watson, Harvey D. White: Dietary patterns and the risk of major adverse cardiovascular events in a global study of high-risk patients with stable coronary heart disease. European Heart Journal, April 2016.

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