Magnesium-Mangel bei Kindern kann zu Bluthochdruck führen08.01.2016 | Ärzte und medizinisches Fachpersonal [+]

Stellungsnahme SPRINT-Studie
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Forscher zeigen: Viele Kinder mit Magnesiummangel haben auch einen erhöhten Blutdruck.

Eine neue Studie mexikanischer Forscher zeigt, dass ein Magnesiummangel bei Kindern in Verbindung zu Bluthochdruck steht: Viele Kinder, denen Magnesium fehlt, haben auch einen erhöhten Blutdruck, bis hin zu Vorstufen von Bluthochdruck. Die mexikanischen Forscher untersuchten rund 4000 gesunde Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren.

Eine Prähypertonie ist in der Studie ab dem Wert des systolischen und/ oder diastolischem Blutdrucks definiert, ab welchem nur noch fünf bis zehn Prozent der Kinder mit gleichem Alter, Geschlecht und Größe einen höheren Blutdruck als der Patient haben. Von Hypertonie sprechen die Forscher ab einem Wert von über der 95. Perzentile, also wenn weniger als fünf Prozent einen höheren Blutdruck als der Untersuchte haben.

Ein Magnesiummangel liegt nach der Definition der Forscher dann vor, wenn die Konzentration an Magnesium im Blut weniger als 1,8 mg/dl beträgt. Um Verzerrungen im Ergebnis bezüglich des Alters auszuschließen, wurden diese in zwei Gruppen eingeteilt: Die 6 bis 10-Jährigen Kinder und die 11 bis 15-Jährigen.

Im Ergebnis zeigt die Studie, dass ein Magnesiummangel nachweisbar mit Bluthochdruck bei Kindern verbunden ist. Von den jüngeren Kindern, die eine Prähypertonie haben, leiden ein knappes Drittel gleichzeitig an einem Magnesiummangel. Bei 45,6 Prozent lag eine Hypertonie sowie ein Magnesiummangel vor. In der Gruppe der 11 bis 15 Jährigen haben 36 Prozent eine Prähypertonie und rund die Hälfte einen Magnesiummangel jeweils verbunden mit einer Hypertonie.

Das Journal of Pediatrics veröffentlichte die Studie online im Oktober 2015. Die Untersuchung erfolgte als Querschnittstudie.

Quelle:

The Journal of Pediatrics 2015 Abstract Low Serum Magnesium Levels and Its Association with High Blood Pressure in Children; F. Guerrero-Romero et. al.

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