Ist ein "befriedigend bis ausreichend" gut genug?26.10.2018, 13:19 | Deutsche Hochdruckliga e.V. [+]

Die Stiftung Warentest enttäuscht in ihrem aktuellen Blutdruckmessgeräte-Test.

Dieses Urteil drängt sich beim genaueren Hinsehen des gestern veröffentlichten Tests der Berliner Stiftung auf. Nach 2016 wurden erneut Blutdruckmessgeräte für den Hausgebrauch getestet. Die Messgenauigkeit der getesteten Geräte wurde von der Stiftung Warentest maximal mit befriedigend eingestuft. Die Stiftung Warentest kommentiert ihren Test in der Überschrift mit "Viel Mittelmaß. Bei vielen Geräten hapert es an der Messgenauigkeit." Dementsprechend kommentiert die Publikumspresse den Test mit "Blutdruckmessgeräte enttäuschen im Test", "Blutdruckmessgeräte: Bestenfalls befriedigend“ bzw. "Handhabung vor Messgenauigkeit?"

Aus unserer Sicht ist die Veröffentlichung der Stiftung Warentest irreführend und muss klargestellt werden. Der Aufmacher der Stiftung Warentest suggeriert: "Es hapert bzw. es geht noch besser. Die Hersteller müssten bei der Messgenauigkeit nachbessern." Einige der von der Stiftung Warentest getesteten Geräte wurden von uns mit einem Prüfsiegel ausgezeichnet. Die von uns validierten Blutdruckmessgeräte sind uneingeschränkt für die Blutdruckselbstmessung zu empfehlen.

Aus unserer Sicht müssen die Gerätehersteller bei den von uns validierten Geräten nicht nachbessern. Die von uns validierten Geräte weichen im Durchschnitt systolisch bzw. diastolisch maximal um 5 mm Hg vom auskulatorisch gemessenen Vergleichswert ab bzw. streuen maximal um 8 mm Hg um den Durchschnitt. Das ist tolerierbar.

Unser Prüfsiegel wird nur verliehen, wenn die Genauigkeit an 96 bzw. an 116 Probanden nachgewiesen wird. Die Stiftung Warentest hat lediglich an 32 Probanden getestet. Unklar bleibt, inwieweit die Messgenauigkeit bei der Stiftung Warentest an einem künstlichen Testarm (Patientensimulator) ermittelt wurde. Dieses Verfahren ist fehleranfällig, kann die Messungen verfälschen und wird von uns abgelehnt.

Die Stiftung Warentest verweist darauf, dass sie in Anlehnung an uns testet. De facto haben beide Verfahren nichts miteinander zu tun. Darauf möchten wir Sie explizit hinweisen. Lesen Sie nähere Informationen in unserer aktuellen Pressemitteilung. Diese erhalten Sie über den nachfolgenden Link.

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