Druckpunkt 3-4/2010

Herzschwäche und Schlafapnoe - Wechselwirkungen03.11.2010, 15:18 | Betroffene und Laien [+]

Deutsche Studie stellt Zusammenhang zwischen Herzschwäche und Atemstörung fest.

Mehr als 40 Prozent aller Menschen mit chronischer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) leiden zusätzlich an einer schlafbezogenen Atemstörung, das berichtet die Online-Ausgabe der Ärzte Zeitung vom 22. Oktober 2010. Es wurden in einer deutschen Studie die Daten von mehr als 5.800 Patienten mit Herzschwäche ausgewertet. Noch ist nicht ganz klar, wie die beiden Erkrankungen sich gegenseitig beeinflussen. Doch Experten weisen darauf hin, dass mit einer Beatmung Atemstörungen im Schlaf erfolgreich behandelt werden können. Und davon profitiert auch das Herz. Denn die Behandlung der Schlafapnoe kann Herz- Kreislauf-Erkrankungen verbessern und eine gute Therapie der Herzschwäche wiederum kann Atemstörungen im Schlaf verbessern. Deshalb sollten Ärzte bei ihren Herzpatienten auch Atemstörungen berücksichtigen. Vielfach sind schlafbezogene Atemstörungen ein bislang kaum anerkanntes und trotz ihrer Verbreitung wenig diagnostiziertes Problem. Experten vermuten, dass Patienten mit Schlafapnoe keinen erholsamen Schlaf haben und dadurch an Körper und Seele leiden. Der Körper leidet, weil Steuerungsmechanismen außer Kontrolle geraten, und die Seele leidet, weil das Atemzentrum eng verknüpft ist mit emotionalen Steuerungszentren im Gehirn.

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