Frühlingsgefühle: Gut für den Blutdruck24.03.2014, 14:12 | Betroffene und Laien [+]

Tauben auf Ast im Frühling
Foto: segovax / pixelio.de

Liebe macht glücklich und ist gesund. Forscher haben festgestellt, dass glückliche Liebespaare einen niedrigeren Blutdruck haben als unglückliche.

Eine glückliche Beziehung und regelmäßiger Sex können den Blutdruck senken. Eine unglückliche Beziehung hingegen kann sogar zu Bluthochdruck führen. Dies hat ein Team von Wissenschaftlern unter Leitung der Medizinerin Julianne Holt-Lunstad von der Brigham-Young-University in Provo, Utah herausgefunden. Die Forscher untersuchten 300 Männer und Frauen, die keine blutdrucksenkenden oder -steigernden Medikamente einnahmen. Die Probanden beantworteten Fragen zu ihren Beziehungen und ließen ihren Blutdruck 24 Stunden lang messen. Glücklich verheiratete Paare hatten seltener nächtlichen Bluthochdruck als unglückliche. Bei Letzteren war der Bluthochdruck sogar höher als bei Singles. Auch die junge Wissenschaft der Psychokardiologie betont, wie wichtig eine befriedigende Paarbeziehung und nicht von Leistungsdruck geprägte Sexualität für die Gesundheit sind.

Die Liebe und das Herz
Die Liebe und das Herz lassen sich wohl kaum voneinander trennen. Die wunderbarste Krankheit der Welt fängt oft mit Herzklopfen an. Folgen können Schlaf- und Appetitlosigkeit, immerzu kreisende Gedanken bis hin zu Fieberträumen. Bei Verliebten ist im Gehirn ein ähnlicher Bereich wie bei Drogenabhängigen aktiviert. Nach einiger Zeit, wenn die Verliebtheitshormone nachlassen, kehrt mehr Ruhe ein. Bei Paaren, die ein Herz und eine Seele sind, steht das Gemeinsame im Vordergrund. Dieser soziale Aspekt einer Paarbeziehung gilt auch für andere Beziehungen, Freundschaften und auch gute zwischenmenschliche Arbeitskontakte: Sich gemeinsam um etwas zu kümmern, macht Menschen glücklicher und gesünder.

Insgesamt gilt: Mit dem Aufblühen der Natur auch die Liebe aufleben zu lassen, ist gut für Herz und Gemüt. Ältere Patienten mit Bluthochdruck sollten jedoch allzu stürmischen Gefühlen mit Vorsicht begegnen und im Zweifelsfall einen Arzt konsultieren.

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