Entspannt den Blutdruck senken09.02.2015, 10:54 | Betroffene und Laien [+]

Yoga entspannt und fährt unser Stress-Level herunter
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Seelischer Stress gehört zu den Risikofaktoren für Bluthochdruck und kann langfristig zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen

Ständige Erreichbarkeit, Beziehungsprobleme und Existenzängste haben eine Gemeinsamkeit: Sie lösen Stress in uns aus. Stress kann sich unter anderem in innerer Unruhe, Unlust und dem Gefühl nicht mehr abschalten zu können, äußern. Solange Stress nicht den Dauerzustand darstellt, ist er zunächst nicht gefährlich. Probleme entstehen allerdings dann, wenn wir uns permanent gestresst fühlen, keine Ruhe-Inseln mehr schaffen und in Folge gereizt sind. Ein Anstieg des Blutdrucks kann die Folge sein. Da Bluthochdruck aber häufig nicht zu spüren ist, kann er auf Dauer ungehindert unsere Blutgefäße schädigen – auf lange Sicht führt das zur Gefäßverkalkung und schließlich zu oft lebensbedrohlichen Komplikationen wie Schlaganfall und Herzinfarkt. Sie sollten deshalb regelmäßig Ihren Blutdruck mit einem geprüften Gerät zu Hause zu messen, oder die Werte beim Arzt überprüfen lassen.

Zum anderen sollten Risikofaktoren für Bluthochdruck, wie Stress, so weit wie möglich ausgeschaltet werden. Bewährt haben sich in diesem Zusammenhang Entspannungsübungen, die nachweislich den Blutdruck und den Stresspegel senken. Dazu gehören etwa Meditationen, autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen. Bei letzterem erzielt das bewusste Anspannen mit anschließendem Entspannen bestimmter Muskelpartien eine beruhigende Wirkung. Übungseinheiten dazu werden bundesweit angeboten – genauere Informationen können Sie bei Ihrer Krankenkasse erfragen. Alternativ gibt es auch CDs zu kaufen, sodass das Training mit Anleitung und musikalischer Untermalung zu Hause stattfinden kann.

Tipp: Bereits leichte Atemübungen können helfen, uns vom Stress zu befreien und Energie zu tanken. Denn: gestresste Menschen atmen häufig schneller und nicht in den Bauch hinein. Das Kontrastprogramm dazu heißt also bewusst tief in den Unterbauch einatmen und langsam wieder ausatmen.

Weitere Strategien gegen Stress finden Sie hier.

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