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Neue Wege gehen in der Selbsthilfe

Erfolgreiche Umfrage gibt Orientierung

Vielfältige Perspektiven – von 31 bis 88 Jahren

Selbsthilfe – was braucht es dafür heutzutage eigentlich? Und wohin wollen wir uns in der Zukunft entwickeln? Um das herauszufinden, hat die Hochdruckliga Im Mai und Juni unter den Mitgliedern der Selbsthilfegruppen eine deutschlandweite Umfrage durchgeführt mit dem Ziel, die Bedürfnisse, Interessen und Wünsche von Menschen mit Bluthochdruck besser zu verstehen – und gleichzeitig herauszufinden, in welchen Bereichen der Selbsthilfe noch Entwicklungspotential schlummert. Insgesamt nahmen über 50 Personen zwischen 31 und 88 Jahren an der Befragung teil – ein klares Zeichen dafür, dass Bluthochdruck alle Altersgruppen betrifft und Selbsthilfegruppen ein wichtiger Anlaufpunkt für viele sind.

Zentrale Erkenntnisse im Überblick

  1. Austausch steht im Mittelpunkt
    Der meistgenannte Grund für die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist der Wunsch nach Austausch und Gemeinschaft. Für viele bedeutet die Gruppe: endlich verstanden werden und sich nicht mehr allein fühlen mit der Diagnose. Denn gemeinsam gelingt, was alleine manchmal unmöglich scheint.
  2. Wissensdurst der Betroffenen ist groß
    Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten ein starkes Bedürfnis nach fundierten Informationen – insbesondere zu Themen wie Bewegung, Ernährung, Schlaf, Stressbewältigung und Entspannung. Dies bestärkt uns darin, unser Informationsangebot weiter auszubauen und zielgerichtet zu gestalten.
  3. Neue digitale Formate für mehr Teilhabe
    Aus dem Wunsch nach Austausch und dem hohen Informationsbedarf ergibt sich eine klare Richtung: Wir wollen digitale Formate entwickeln, die Menschen auch dann einen Zugang zu Selbsthilfe ermöglichen, wenn sie aus gesundheitlichen, familiären oder geografischen Gründen nicht persönlich teilnehmen können.
  4. Hausärzte als erste Anlaufstelle – und wichtige Partner
    Die Umfrage zeigt deutlich: Für die meisten Betroffenen sind Hausärztinnen und Hausärzte die erste Adresse bei Fragen zu Prävention, Diagnose und Behandlung. Gleichzeitig sehen wir hier großes Potenzial für Weiterbildung und die Bereitstellung von Informationsmaterial, das Betroffene gezielt unterstützt.

Was folgt daraus?

Die Ergebnisse der Umfrage geben uns wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung der Selbsthilfe. Wir werden das digitale Angebot ausbauen, neue Austauschformate testen und unsere Informationen noch stärker an den Interessen und Bedürfnissen der Betroffenen ausrichten. Auch der Kontakt zu medizinischem Fachpersonal – insbesondere Hausärztinnen und Hausärzten – soll intensiviert werden, um die Versorgung und Aufklärung weiter zu verbessern. All das geschieht stets Hand in Hand mit unseren ehrenamtlichen Selbsthilfegruppenleiterinnen- und leitern.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Zeit und ihre ehrlichen Antworten. Ihre Stimmen helfen uns dabei, die Selbsthilfe zukunftsfähig und noch zugänglicher zu gestalten.