Aktuelles

Presse

Hitze kann den Blutdruck destabilisieren – und belastet das Herz

Anlässlich des Hitzeaktionstag am 11. Juni 2026 rückt die Deutsche Hochdruckliga das Thema Umweltbelastungen – insbesondere Hitze – stärker in den Fokus. Denn Hitze ist das größte durch den Klimawandel bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Die gute Nachricht: Schon einfache Schutzmaßnahmen können helfen, das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall zu senken.

Bluthochdruck gilt als Volkskrankheit Nummer eins. Doch nicht nur ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel oder Vererbung treiben die Blutdruckwerte in die Höhe. Auch Umweltfaktoren spielen eine entscheidende Rolle. Lärm, Luftverschmutzung und zunehmende Hitze belasten das Herz‑Kreislauf‑System messbar – oft unbemerkt, aber mit gravierenden Folgen. Insbesondere Hitze gewinnt zunehmend an Bedeutung, Europa erwärmt sich mit 0,56 Grad pro Jahrzehnt etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, wie der aktuelle Klimastatusbericht der EU von Ende April 2026 zeigt.

Die Deutsche Hochdruckliga (DHL) weist daher anlässlich des Hitzeaktionstags am 11. Juni 2026 auf die Gefahren hoher Temperaturen für Herz und Kreislauf hin. Gerade für Menschen mit Bluthochdruck stellen sie eine erhebliche Belastung dar. Vielen ist das jedoch nicht bewusst. 

„Hitzewellen entwickeln sich auch in Deutschland zu einer ernstzunehmenden Gesundheitsgefahr“, sagt Prof. Dr. med. Markus van der Giet, Internist, Nephrologe und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. „Besonders ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck sind gefährdet und sollten daher gezielt geschützt werden.“

Während einer Hitzewelle arbeitet der Kreislauf auf Hochtouren: Zur Kühlung des Körpers erweitern sich die Blutgefäße, der Blutdruck kann sinken. Das Herz versucht gegenzusteuern und schlägt schneller und kräftiger. Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedeutet das eine zusätzliche Belastung. Gleichzeitig führt starkes Schwitzen zu Flüssigkeitsverlust: Das Blut wird zähflüssiger, die Gerinnungsneigung steigt – und damit auch das Risiko für Thrombosen und Schlaganfälle.

Schutz ist möglich

Schon einfache Maßnahmen können helfen, den Kreislauf zu entlasten:

  • ausreichend trinken
  • leichte, atmungsaktive Kleidung tragen
  • schwere, fettige Mahlzeiten vermeiden
  • die Mittagshitze meiden
  • lauwarme statt eiskalter Duschen bevorzugen 

Wichtig ist zudem, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren.

„Herz‑Kreislauf‑Prävention bedeutet heute nicht nur einen gesunden Lebensstil, sondern auch bewussten Umgang mit Umweltbelastungen“, konstatiert van der Giet. „Hitze ist Stress fürs Herz – deshalb Belastung reduzieren, Sonne meiden und den Blutdruck regelmäßig kontrollieren“. 

Die Deutsche Hochdruckliga bietet weitere Informationen zum Thema Bluthochdruck und Hitze unter https://www.hochdruckliga.de/betroffene/bluthochdruck/bluthochdruck-im-sommer.

Über uns
Die Deutsche Hochdruckliga e.V. (DHL)® I Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention ist eine gemeinnützige, unabhängige medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft. Sie setzt sich seit 1974 für die Förderung der Wissenschaft und eine wissenschaftlich fundierte Aufklärung der Öffentlichkeit auf dem Gebiet der Hypertonie ein. Sie bündelt die Expertise aus allen relevanten Fachgruppen und stellt diese allen Beteiligten zur Verfügung. Wissenschaftliche Sektionen und der jährliche wissenschaftliche Kongress sichern aktuelles Fachwissen und den fachlichen Austausch. Stipendien und Wissenschaftspreise fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs. Durch die Zertifizierung von Fachärztinnen und -ärzten sowie interdisziplinären Hypertonie-Zentren sichert die Deutsche Hochdruckliga eine qualitativ hochwertige, umfassende Versorgung von Hypertonikerinnen und Hypertonikern im deutschsprachigen Raum. www.hochdruckliga.de

Pressekontakt:
Yvonne Kaul
Deutsche Hochdruckliga e.V.
Berliner Straße 46, 69120 Heidelberg
presse(at)hochdruckliga.de 
Telefon: +49 (0)62 21 5 88 55-42
Mobil: +49 (0)170-329 293 7
Webseite: www.hochdruckliga.de/presse