Vielen ist nicht bewusst: Bluthochdruck und Nierenerkrankungen stehen in einem engen Zusammenhang. Die Niere spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation des Blutdrucks. Gleichzeitig schädigt dauerhaft erhöhter Blutdruck die Niere. So kann Bluthochdruck sowohl Ursache als auch Folge einer chronischen Nierenerkrankung sein. Wird eine Nierenschädigung nicht frühzeitig erkannt, kann sie über Jahre fortschreiten und im schlimmsten Fall zu einem dialysepflichtigen Nierenversagen führen. Daher sind eine gute Blutdruckeinstellung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen entscheidend.
Die Niere ist eines der durchblutungsreichsten Organe des Körpers: Rund 25 % des Herzzeitvolumens fließen durch sie. Zu ihren vielfältigen Aufgaben gehören die Regulation des Blutdrucks und des pH-Werts, die Steuerung des Flüssigkeits- und Salzhaushalts, die Blutbildung, die Knochengesundheit, der Stoffwechsel sowie die Beeinflussung der Herztätigkeit.
Die Niere beeinflusst den Blutdruck vor allem über zwei zentrale Mechanismen:
Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck führt zu Gefäßveränderungen und schädigt langfristig die Nierenstruktur.
Bei Menschen mit einer chronischen Nierenerkrankung tritt Bluthochdruck besonders häufig auf:
Ursachen sind unter anderem eine gesteigerte Aktivierung des RAAS und der Stressnerven sowie eingeschränkte Therapieoptionen. CKD macht die Behandlung von Bluthochdruck insgesamt komplexer.
Die chronische Nierenkrankheit (Chronic Kidney Disease, CKD) beschreibt eine langfristige, meist über Jahre fortschreitende Verschlechterung der Nierenfunktion. Sie ist häufig lange unbemerkt und kann unbehandelt zum Nierenversagen führen. Etwa jeder zehnte Mensch ist betroffen, in allgemeinärztlichen Praxen hat jeder dritte Patient über 60 Jahre eine CKD.
Häufige Ursachen sind Diabetes, vaskuläre Nephropathien, systemische Autoimmunerkrankungen und Zystennieren. CKD ist ein wesentlicher Risikofaktor für kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität, also für Erkrankungen und Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die Dialyse ist eine Nierenersatztherapie, um Giftstoffe, überschüssiges Wasser und Salze aus dem Körper zu entfernen. Man unterscheidet vor allem die Hämodialyse (außerhalb des Körpers) und die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse).
Bei der Hämodialyse wird das Blut über einen Dialysator gefiltert. Eine Behandlung dauert 4–5 Stunden und findet etwa drei Mal pro Woche statt.
CKD kann durch Dialyse nicht geheilt werden; die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei etwa 40 %. Zusätzlich ist die Dialyse mit hohen Umweltkosten verbunden (Wasserverbrauch, CO₂-Emissionen und Abfall).
Im Alltag:
Medizinische Vorsorge:
Bei einer eGFR < 60 ml/min/1,73 m² sollte eine nephrologische Abklärung erfolgen. Gleiches gilt bei Vorliegen einer Proteinurie oder Hämaturie, sofern diese nicht durch eine urologische oder gynäkologische Erkrankung erklärbar ist.
Bei Beschwerden
Die Niere – Ursachen und Folgen von Bluthochdruck
Schauen Sie sich hier den Vortrag von Prof. Dr. med. Johannes Stegbauer, Düsseldorf, zum Thema an.
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