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Pressemitteilung

Therapie nach Maß

Moderne Medikamente gegen Bluthochdruck verbessern die Lebensqualität und erhöhen die Leistungsfähigkeit

Muskelkrafttraining auch bei Bluthochdruck erlaubt

Heidelberg - Dr. med. Michael Siewers und Professor Dr. med. Burkhard Weisser vom Sportmedizinischen Institut der Universität Kiel berichten im Gesundheitsmagazin DRUCKPUNKT der DEUTSCHEN HOCHDRUCKLIGA - Ausgabe 1/2005 - über neuere Befunde bei Sport für Menschen mit Bluthochdruck.

Bislang wurde Bluthochdruck-Betroffenen von Krafttraining prinzipiell abgeraten. Man war der Meinung, dass sich nur Ausdauersport wie schnelles Gehen, Rad fahren oder Laufen positiv auf Bluthochdruck auswirkt. Neue Untersuchungen zeigen jedoch, dass der untere (diastolische) Blutdruckwert durch Krafttraining um etwa 5 mm Hg gesenkt werden kann. Diese Blutdrucksenkung reicht aus, um bis zu 40% aller Schlaganfälle zu verhindern.

Mehr als die Hälfte der über 60-Jährigen in Deutschland leidet unter Bluthochdruck. Gerade diese Gruppe kann in zweierlei Hinsicht von Krafttraining profitieren. Die abnehmende Muskelmasse trägt bei Älteren häufig zu einem Verlust der Selbstständigkeit bei. Dem kann durch Krafttraining entgegengewirkt werden. Außerdem hilft es bei der Senkung des Blutdrucks.

Die Muskeln sollen beim Krafttraining bis zu 60-80 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit belastet werden. Ein detaillierter Trainingsplan ist auf der Homepage der Universität Kiel zu finden - www.uni-kiel.de/sport/medizin.

Krafttraining bei Menschen mit Bluthochdruck ist heute also nicht mehr generell abzulehnen. In der Regel kann ein übermäßiger Anstieg des Blutdrucks vermieden werden, wenn bei der Kraftanstrengung nicht mit Pressatmung gearbeitet wird. Trotzdem ist dieser Sport nicht für jeden Bluthochdruck-Erkrankten empfehlenswert. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt beraten.

Das Gesundheitsmagazin Druckpunkt kann gegen einen geringen Unkostenbeitrag bei der Deutschen Hochdruckliga angefordert werden, Mitglieder erhalten es kostenfrei.

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